Darum ist Knoblauch gesund

Bereits seit mehreren tausend Jahren hat Knoblauch nicht nur den Weg auf unseren Speisezettel gefunden, sondern wird auch zu medizinischen Zwecken eingesetzt.

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Darum ist Knoblauch gesund

Am Geruch scheiden sich zwar die Geister, doch aus der Küche ist Knoblauch nicht wegzudenken. Ganz nebenbei ist die würzige Knolle auch unglaublich gesund. Was macht Knoblauch so gesund macht?

  1. Ist vollgepackt mit Nährstoffen
  2. Stärkt das Immunsystem
  3. Stabilisiert das Herz-Kreislaufsystem
  4. Wirkt antioxidativ
  5. Stärkt die Knochen
  6. Hilft gegen Haarausfall
  7. Wirkt antibakteriell
  8. Steigert die Leistungsfähigkeit
  9. Schützt den Darm
  10. Unsere 12 besten Knoblauchbrot-Rezepte
  11. Wissen zum Mitnehmen

Bereits seit mehreren tausend Jahren hat Knoblauch nicht nur den Weg auf unseren Speisezettel gefunden, sondern wird auch zu medizinischen Zwecken eingesetzt. So fand er vor circa 5.000 Jahren bereits in Asien Verwendung und im alten Ägypten sollte er die Arbeitskraft der Pyramidenarbeiter erhalten.

Zusammenfassung

Knoblauch wird seit Tausenden von Jahren in allen Kulturen nicht nur als Nahrungsmittel genutzt, sondern auch als Medizin. Das Besondere am Knoblauch sind die Schwefel- verbindungen. Flüchtige Schwefelverbindungen sind für die unangenehme Ausdünstung über die Atemluft und die Haut verantwortlich. Durch Reifung oder Gärung und Reifung können geruchfreie Knoblauchpräparate gewonnen werden. Extrakte aus gereiftem oder fermentiertem «schwarzen» Knoblauch enthalten wasserlösliche Inhaltsstoffe, die zum
Teil stärker wirksam sind als die des rohen Knoblauchs. Die WHO empfiehlt als Tages- dosis bis 5 g frischen Knoblauch oder bis 1,2 g Knoblauchpulver oder andere Zubereitungen mit bis 12 mg Alliin oder bis 5 mg Allicin pro Tag. Extrakte aus gereiftem oder schwarzem Knoblauch enthielten in der Tagesdosis bis zu 2,4 mg S-Allylcystein.

In experimentellen und humanpharmakologischen Untersuchungen konnten für die fett- löslichen wie die wasserlöslichen Schwefel-Inhaltsstoffe Wirkungen nachgewiesen werden, die den Einsatz von Knoblauch zur Senkung des erhöhten Blutdrucks und des erhöhten Cholesterins und Blutzuckers, zur Verbesserung der Fliesseigenschaft des Blutes und zur Senkung des oxidative Stresses und dadurch ausgelöster Zellschädigungen (Leber, Niere, Darm, Herz, Gehirn) sinnvoll erscheinen lassen. Die Bildung arteriosklerotischer Plaques wurde gehemmt. Toxische Leber, Nieren- und Herzschäden und die Alzheimer- und Parkinson-Veränderungen im Gehirn waren unter Knoblaucheinnahme geringer ausgeprägt. Aufgrund der antiproliferativen und immunstimulierenden Wirkung ist Knoblauch auch bei Krebsleiden indiziert, aufgrund seiner antientzündlichen Wirkung bei entzündlichen Organ- und Gelenkserkrankungen und aufgrund seiner spasmolytischen und karminativen Wirkung beim Reizdarm-Syndrom.

Die starke antibakterielle und antivirale Wirkung kann bei Erkältungskrankheiten genutzt werden. Es gibt viele klinischen Studien, deren Daten in zusammenführenden Studien gepoolt wurden. Sie belegen, dass Knoblauch ein natürlicher Blutdruck- und Cholesterin- senker ist. Ein normaler Blutdruck wird durch Knoblauch nicht beeinflusst. Unklar ist, warum manche Hypertoniker und manche Patienten mit hohen Blutfetten nicht auf Knoblauch ansprechen. Viele Studien weisen auf eine Senkung der kardiovaskulären Risikofaktoren und auf eine Senkung des Risikos für Herz-Kreislauf-Komplikationen (Schlaganfall, Herz- infarkt) sowie auf die Reduktion arteriosklerotischer Gefässveränderungen hin. Auch bei Erkältungskrankheiten ist die Wirksamkeit vielversprechend und bei Krebsleiden, Rheuma, Diabetes und der Alzheimer-Demenz noch nicht endgültig geklärt.

Knoblauch und Zubereitungen daraus können mit unerwünschten Ereignissen einhergehen wie Ausdünstung, Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Bei der Einnahme ge- ruchloser Knoblauchpräparate sind unerwünschte Ereignisse nicht zu befürchten. Auf Wechselwirkungen von Knoblauch mit Medikamenten muss geachtet werden (wohl

kaum bei den geruchlosen Knoblauchpräparaten). Vorsichtshalber sollten aber auch die Knoblauchextrakte mit wasserlöslichen Inhaltsstoffen nicht zusammen mit synthetischen Gerinnungshemmern eingenommen und vor Operationen abgesetzt werden. Obwohl Knoblauch in den empfohlenen Dosen nicht toxisch wirkt, sollten Schwangere Knoblauch nur in Massen zu sich nehmen, bis das komplette Sicherheitsprofil erstellt ist.

aus der Studie von:

Prof. Dr. Sigrun Chrubasik-Hausmann
Fachärztin für Allgemeinmedizin
Zusatzausbildung in Naturheilverfahren und spezieller Schmerztherapie
Bereich Phytotherapie, Institut für Rechtsmedizin der Universität Freiburg im Breisgau

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Autor

Dr. Michael B. Leisten

Dr. Michael B. Leisten ist Akademischer Leiter und Forschungsleiter an der NATURA Akademie. Seit 2017 ist er Mitglied der Kommission D des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte. Zudem ist er Leiter des DIPLOMA Hochschul-Studienzentrums Region Würzburg-Schweinfurt und Modulverantwortlicher im Studiengang: “Naturheilkunde und kompl. Heilverfahren” (B.Sc.). Insgesamt blickt er auf über 30 Jahre Erfahrung als Therapeut in eigener Praxis zurück.